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02.07.2012

TV-Tipps für Juli


Sonntag, 8. Juli 2012

ARTE, 14.55 Uhr

Der Glamour des Abstellraumes (1/3): Die neuen Tiefgaragen – Grandiose Hallen

Die Revolution der Abstellflächen für Autos begann Mitte der 1990er Jahre in Lyon mit einer einfachen Idee: Um das Souterrain der französischen Großstadt von seinem düsteren Image zu befreien, erhält der Pariser Innenarchitekt Jean-Michel Wilmotte den Auftrag, es mit dem Parkhaus „Célestins" zum Ereignis zu machen. Zehn Jahre später übernahm Floris Alkmade, der damals zum berühmten „Office of Metropolitan Architecture" von Rem Koolhaas gehörte, diese Idee für Den Haag. Hier bestand die besondere Herausforderung darin, zwischen zwei Untergrundbahnhöfen, die Tramlinien und die Parkebene übereinandergestapelt unter die Erde zu bringen und alle Nutzungen transparent miteinander zu verbinden.

Dienstag, 10. Juli 2012

hr Fernsehen, 13.30 Uhr

Die Möbelmacher – Mit Tradition in die Zukunft

Die Mailänder Möbelmesse war aufregend: Da sahen Peter und Philipp Thonet, wie sich ihre Produkte auf dem Weltmarkt behaupten – die Möbelmacher waren wieder mitten drin. Wie die Zusammenarbeit mit den Japanern wohl weiter läuft – und ob die jungen Designer aus Russland für Thonet arbeiten wollen? Die Firma Thonet hat es an die Weltspitze geschafft. Vor 190 Jahren wurde sie gegründet. Seit 150 Jahren produziert sie ihren weltberühmten „Kaffehausstuhl". Das wohl langlebigste Industrieprodukt der Welt wurde bis heute etwa siebzig Millionen Mal hergestellt. Die Reportage hat die Möbelmacher begleitet und nach dem Hintergrund für Erfolg und Tradition gefragt.

Sonntag, 15. Juli 2012

ARTE, 14.55 Uhr

Der Glamour des Abstellraumes (2/3): Die neuen Parkhäuser – Erhabene Türme

Die beiden Türme des Architekten Gunter Henn für die Autostadt des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg bilden ein sich übereinandertürmendes Zwischenlager für Automobile. Bis zu 400 Fahrzeuge nimmt jede der gläsernen und filigran wirkenden Säulen auf. Ein vollautomatisches System parkt die fabrikneuen Autos in den Stockwerken und holt sie zur Auslieferung wieder ab. In Takasaki, einer Trabantenstadt Tokios, hat der japanische Architekt Kengo Kuma das Westpark-Gebäude entworfen, einen gewaltigen Block mit einem Fassungsvermögen für 1.000 Fahrzeuge. Die Abstellflächen sind konventionell, doch Lamellen in der Fassade übernehmen die Funktion, Licht und Schatten zu erzeugen. Nackter Beton prägt in Straßburg-Hoenheim ein Kleinod der Architektur. Die einfachste Kombination für einen Knotenpunkt über der Erde zu schaffen, lautete der Auftrag der Stadt Straßburg. 2003 gewann die irakischstämmige Architektin Zaha Hadid mit ihrem an sich schlichten Park-and-Ride-System den Preis der Europäischen Union.

Sonntag, 22. Juli 2012

ARTE, 14.55 Uhr

Der Glamour des Abstellraumes (3/3): Die neuen Autohallen – Vollendete Kunstwerke

Das Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen ist der aktuelle Höhepunkt einer Architektur, die Autos ausstellt und dabei so glamourös präsentiert, dass die Fahrzeuge in den Hintergrund treten. 80 historische Porsche-Modelle auf mehreren Ebenen bilden gemeinsam mit der Architektur einen imposanten Gesamteindruck. Auch das Audi Forum in Ingolstadt vermittelt den Eindruck großzügiger und lebendiger Urbanität. Das im Jahr 2000 fertiggestellte „museum mobile" der Audi AG präsentiert zwar Autos, es befasst sich aber inhaltlich vor allem mit der Geschichte des Unternehmens. Der Audi-Konzern hat nun einen Typ von Verkaufsgebäuden für den globalen Markt in Auftrag gegeben. In einer neuen Form der Präsentation soll die Entwicklung städtischer Flagshipstores nachvollzogen werden. In Salzburg bewies der größte Mercedes-Benz-Händler der Stadt Courage und gab einem jungen Architektenteam den Auftrag zu einem Konzept, das die Zusammenlegung mehrerer Standorte in der Stadt ermöglicht. Die Ausstellungsflächen sollen so unaufdringlich wie möglich in einen vollständig transparenten Bau integriert werden.

Dienstag, 31. Juli 2012

ARTE, 12.20 Uhr

Design – Der Sessel Paimio

Im Nachhinein ist schwer zu sagen, ob die Form dieses Sitzmöbels einer Wellenbewegung oder vielmehr einem S entsprang: Sicher hingegen ist, dass der finnische Architekt und Designer Alvar Aalto den „Paimio"-Sessel 1931 für die Aufenthaltsräume einer seiner Bauten entworfen hat, dem Lungensanatorium von Paimio. Sanatorium und Sessel ergaben eine derartige Symbiose, dass das meist aus gebogenem Birkenholz hergestellte Sitzmöbel bis heute unter dem Namen „Paimio" bekannt ist. Vom Entwurf und von der Ergonomie her war der Sessel revolutionär: Den Patienten erlaubte er eine ideale Körperhaltung, in der sie ganz entspannt atmen und während ihrer Kur die Sonnenstrahlen genießen konnten. Das Birkenholz ermöglichte die Form von Sitzfläche und Rückenlehne in einem Stück. Und genau das verlieh dem „Paimio"-Sessel die ausdrucksstarke und schlichte Linienführung. Es wirkt, als hänge Aalto eine Wellenform in den Raum. Heute gehört der elegante Schwingsessel zu den berühmtesten „Accessoires der Architektur", wie Aalto selbst seine Möbel nannte, und ist eines der bekanntesten Designerstücke des finnischen Architekten.

rat für formgebung
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