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01.06.2012

Am 1. Juni erscheint der design report 3/12


Die Auseinandersetzung mit Elektromobilität umfasst weitaus mehr als die in den Medien zelebrierte Frage, wann und ob sich strombetriebene Individualfahrzeuge durchsetzen: Elektromobilität bedeutet generelles Umdenken. Zum Beispiel, indem man teilt statt besitzt, wie etwa beim Pariser Leihautoprojekt „Autolib". Der Anbieter setzt auf Elektroautos – und will mit einem möglichst unkomplizierten und raschen Ausleihverfahren Vorbehalte abbauen. „Der Anfang ist gemacht", findet Ulrich Clewing, der das System für uns unter die Lupe nahm. Wie wichtig eine intelligente und vernetzte Nutzung von Mobilität ist, weiß auch Stefan Rammler, Gründer und Direktor des Braunschweiger Instituts für Transportation Design; er warnt im Interview: „Wenn Gesellschaften durch Ressourcenknappheit zu einem plötzlichen Wandel gezwungen werden, reagieren sie wie ein bedrängter Mensch mit dem Rücken zur Wand: panisch. Nicht intelligent, sondern kurzfristig". Designer müssen darum „heute denken, was wir morgen brauchen". Und handeln, so wie Stefan Lippert vom Stuttgarter Designbüro ipdd, das das vielbeachtete E-Bike „Elmoto" entwickelte – und über eine eigens dafür gegründete Tochterfirma produziert und vertreibt. Bei all den beachtenswerten Impulsen und Arbeitsansätzen haben wir jedoch das Thema nicht vergessen, das man gemeinhin in einer Designzeitschrift erwartet: Welche Trends zeichnen sich denn nun in der Gestaltung von Elektroautos ab? Darüber berichtet Lutz Fügener, Leiter des Studiengangs Transportation Design an der Hochschule Pforzheim.

Ergänzt wird unser Themenschwerpunkt wie üblich von den wichtigsten Neuheiten der Designszene und ausführlichen Hintergrundberichten, etwa über das Leipziger Grassimuseum, in dem kürzlich die Dauerausstellung „Jugendstil bis Gegenwart" eröffnet wurde (Kai-Uwe Scholz), über die berühmten Boisbuchet-Workshops (Nina Müller) oder über die israelische Designszene (Madeleine Cordier).

Insgeheim hat der design report 3/12 sogar einen zweiten Themenschwerpunkt: die Mailänder Möbelmesse. Von der Designerglück-Kolumne „Das Mailänder Relevanzritual" über eine Messeschau bis hin zu einem Interview mit Marva Griffin, Gründerin des Salone Satellite. Eben dieses Nachwuchsforum der Mailänder Möbelmesse war auch in diesem Jahr Austragungsort des 13. design report awards. Klaus Meyer durfte die internationale Jury beim Rundgang begleiten und bei der Diskussion um die Sieger dabei sein. Nun berichtet er ausführlich und stellt die Gewinner vor!

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr design report-Team

Unser herzlicher Dank gilt der Firma Stainer für die gute Zusammenarbeit bei der Cover-Beschichtung – wir freuen uns auf weitere Projekte.

www.stainer.co.at




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