Gerrit Rietveld (1888 bis 1964) zählt mit seinen ikonischen Entwürfen wie dem Rot-Blauen Stuhl oder dem Rietveld-Schröder-Haus zu den bis heute bekanntesten niederländischen Designern und Architekten. Seinem Gesamtwerk widmet das Vitra Design Museum jetzt die Ausstellung „Gerrit Rietveld – Die Revolution des Raums", die mit rund 320 Exponaten als die größte deutsche Rietveld-Schau seit 1996 gilt. Neben seinen Möbeln werden Modelle, Fotografien, Zeichnungen und Pläne gezeigt; vor Vergleichswerken von Zeitgenossen wie Le Corbusier oder Marcel Breuer sollen zudem Rietvelds Gestaltungsansätze und seine Verortung in den Strömungen der Moderne deutlich hervortreten. Gleichzeitig schlägt die Ausstellung „Confrontations. Contemporary Dutch Design" in der Vitra Design Museum Gallery die Brücke zu aktuellen Gestaltungspositionen junger niederländischer Designbüros. Mit erst während der Art Basel vor Publikum vollendeten Arbeiten präsentieren sich 2012Architecten, Catalogtree, Studio Formafantasma, Lucas Maassen, Dirk Vander Kooij und Studio Wieki Somers. Ihre Entwürfe entstanden in Kooperation mit Partnern im Raum Basel. So produzierten etwa Studio Formafantasma zusammen mit einer Köhlerin Glasgefäße mit verkohlten Holzteilen (s. Abb, Foto Luisa Zanzani); Wieki Somers und die Confiserie Rafael Mutter boten den Besuchern hingegen Kostproben von einem wie „Tête de Moine"-Käse abschabbaren Schokoladenlaib an. In Videos wurden die Performances dokumentiert – sie werden, genau wie die Ausstellungsobjekte, bis zum 2. September gezeigt. Die Rietveld-Ausstellung ist noch bis zum 16. September zu sehen.