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01.06.2012

Wettbewerbe/Ausstellungen

iF concept award


Vor einem Monat berichteten wir über die Top 100 des diesjährigen iF concept awards – am Donnerstag wurden im Rahmen einer einer feierlichen Preisverleihung in Hamburg die 20 Gewinner des insgesamt 30.000 Euro betragenden Preisgeldes bekannt gegeben. Den ersten Platz und somit das Preisgeld von 5.100 Euro ging an Daniel Nikol der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg für seinen Entwurf „:nter:m" (s. Abb.). Die faltbare Notunterkunft für Katastrophengebiete besteht aus recycelten Materialien und bietet Platz für bis zu fünf Personen. „:nter:m" kann einfach aufgebaut und transportiert und, vor allem, in großer Stückzahl preiswert realisiert werden. „Perfekt für die Bedürfnisse von Obdachlosen oder Opfern von Naturkatastrophen. Ein besonders überzeugendes Konzept!", urteilte die Jury. Der zweite Platz mit je 4.100 Euro ging an das Wasserreinigungssystem „Duckweed Pavement" von Chih Hsuan Li, National Taiwan University of Science and Technology, sowie an das Konzept „Confio" von Rebecca Loaíza, Muthesius Kunsthochschule Kiel: Sie schlägt vor, dass ein Patient zur Darmtraktuntersuchung anstelle eines Schlauches lediglich eine kleine Kapsel mit Minikameras schluckt, die per Funk Bilder an den Arzt sendet. Die Jury empfiehlt: „Die Realisierung dieser Idee sollte unbedingt mal geprüft werden." Ergänzend zum iF concept design award wurde der auf insgesamt 5.000 Euro dotierte „Hansgrohe Preis 2012: Efficient Water Design" vergeben. Zu den Gewinnern zählt etwa Matthias Laschke von der Essener Folkwang Universität der Künste. Mithilfe seines "Shower Calendar" wird der Nutzer spielerisch dazu angeregt, beim Duschen Wasser zu sparen. Die oben genannten Projekte spiegeln einen Trend, der sich durch die diesjährigen Enreichungen zieht; Juror Achim Nagel von der Primus developments GmbH beobachtete: „Sehr viele Arbeiten widmen sich dem Thema „Verantwortlichkeit" – für die Umwelt und die Natur, das Zusammenleben von Alt und Jung oder für Obdachlose." Nun hat auch die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich einen Überblick über die diesjährigen Beiträge zu verschaffen: Bis zum 17. Juni sind die 10.665 zum Wettbewerb zugelassenen Beiträge im Kunsthaus Hamburg zu sehen.

Johanna Wittmaack

www.ifdesign.de




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