„Es ist nicht nur ein weit verbreitetes Gefühl, sondern eine Tatsache, dass sehr viel falsch läuft in unserer Welt. Grund genug, den globalen Problemen mit unseren Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu verschaffen." Der Heidelberger Grafikdesigner und Plakatkünstler Klaus Staeck fasste im vergangenen Jahr mit dieser Aussage den Kern des Projektes „Mut zur Wut – Plakate, die den Mund aufmachen" zusammen. Das Projekt, das mit einer gezielten Einladung einiger weniger Gestalter im Jahr 2010 begann, hat sich inzwischen zu einem internationaler Plakatwettbewerb entwickelt, der jungen wie etablierten Gestaltern die Möglichkeit bietet, ein Plakat mit einem Motiv ihrer Wahl zu gestalten und ihre Wut auf Missstände in unserer Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen. Aus 1.475 Entwürfen, die von 935 Teilnehmern aus 56 Ländern eingereicht wurden, wählte die Jury in diesem Jahr die 30 Gewinnermotive aus – wie das Plakat von Fabiola Vera aus Mexiko (Abb. links) und Peter Brücker aus Deutschland (rechts). Sie werden – wie es sich für Plakate eigentlich gehört – im öffentlichen Raum der Städte Heidelberg und Mannheim (Alter Messplatz) bis zum 25. August beziehungsweise 5. September, sowie in der Kunsthalle Heidelberg bis zum 25. August ausgestellt. Die Arbeiten zeigen kritisch zu betrachtende Themen aus der ganzen Welt. Probleme wie Armut, Krieg und nukleare Katastrophen oder die Hoffnung auf Frieden und Freiheit wurden von Einsendern aus verschiedenen Ländern thematisiert und ganz individuell visualisiert.