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09.07.2012

Ausstellungen

Dinge. schlicht & einfach


Das Ideal der Einfachheit ist ein epochen- und kulturübergreifendes Phänomen der Stilgeschichte. Ob im Biedermeier oder Funktionalismus, im westlichen oder ostasiatischen Kulturraum: Es ist über die Jahrhunderte in nahezu periodischen Wellen immer wieder stilgebend. Die Ausstellung „Dinge. schlicht & einfach" im MAK Wien beschäftigt sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Prinzip der Reduktion, wobei Einfachheit nicht nur als Prämisse der Ästhetik sondern auch im Kontext gesellschaftspolitischer und soziologischer Phänomene diskutiert wird. Noch bis zum 7. Oktober vereint die Schau drei Themenbereiche: Der Ausstellungsteil „Einfache Möbel" zeigt das stilistische Spektrum einfacher Möbelgestaltung – angefangen im Biedermeier, über Michael Thonet, Josef Hoffmann und Frank Lloyd Wright, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe bis hin zu aktuellen Beispielen von Jasper Morrison oder Jerszy Seymour. Im Bereich „Schlicht im Gebrauch / Einfach im Luxus" ist die Entwicklung bei Gebrauchsgegenständen vom 15. Jahrhundert bis heute zu sehen. Und der Ausstellungsteil „Einfachheit: der ostasiatische Weg" präsentiert ostasiatische Gestaltungsprinzipien vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis heute. Zur Ausstellung erscheint eine Zeitschrift. Neben regelmäßigen Führungen gibt es themenspezifische Sonderführungen – sowohl für Experten als auch die kleinen Museumsbesucher.

Cordula Gerhardt

www.mak.at

Foto: MAK/Katrin Wißkirchen




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