| Ausgabe: 12/2007 | 08.01.2008
Ausstellung
From Halle
Die Burg Giebichenstein in Halle ist durch ihre Geschichte geprägt. Im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt entwickeln sich die Studienfächer der Hochschule in unterschiedlichem Tempo. Das lässt Platz für Nischen – etwa für die Studienrichtung Keramik-Glas-Design. Mit zwei Ausstellungen macht die Fachrichtung auf ihre Wurzeln und Entwicklung aufmerksam. Die Ausstellung „Schott und die Burg“ widmet sich der engen Verbundenheit der Hochschule mit dem Glaswerk Schott. Gründungsstandort des Unternehmens mit heutigem Sitz in Mainz ist Jena. Weltbekannt wurde es in den 30er Jahren mit der höchst innovativ geführten Marke „Jenaer Glas“. Der erste namhafte Gestalter, der für das Glaswerk tätig wurde, war Gerhard Marcks – 1925 vom Bauhaus an die Burg Giebichenstein berufen. Der Katalog erzählt von einer bewegten Unternehmensgeschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Unternehmer Erich Schott gezwungen, in den Westen Deutschlands umzusiedeln, wo er später ein neues Werk gründete. Das Jenaer Glaswerk blieb bestehen und wurde gestalterisch auch weiterhin von Designern „der Burg“ geprägt. Die zweite Ausstellung, „Glasdesign from Halle“, stellt den Studiengang vor. Entwürfe von 1966 – Gründungsjahr des Lehrstuhls – bis heute stehen für ein Lehrprofil, das auf eine tiefe Kenntnis des Werkstoffs und eine enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern abzielt. Noch bis zum 27. April 2008 sind beide Ausstellungen im Finnischen Glasmuseum in Riihimäki zu sehen. pk
www.suomenlasimuseo.fi | |
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