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Ausgabe: 01/2013 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Rückgriff als Fortschritt

„Aus Alt mach Neu." Besonders innovativ klingt diese Devise nicht. Dabei ist sie ein Grundprinzip des Fortschritts – in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit wie in der des Designs.

Retromania: So heißt das Buch des Musikjournalisten Simon Reynolds über die jüngere Pop-Geschichte, Untertitel: „Pop Culture‘s Addiction to its own past". In dem 2011 erschienenen, voluminösen Werk diagnostiziert Reynolds eine merkwürdige Nostalgie, die das Musikbusiness ergriffen habe. Es sei eine fast schon manisch zu nennende Fixierung heutiger Popmusiker auf frühere Strömungen festzustellen, meint der Brite.

Die Tendenz zu

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Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner
Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner



Ausgabe: 01/2013 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Fragebogen_Sarah Illenberger

„Herz statt Kopf"

Der design report adaptiert den berühmten Proust’schen Fragebogen und bittet Persönlichkeiten aus der Designwelt um ihre Antworten.

Über Design

Kann Design die Welt verändern?

Design kann die Welt verschönern!

Hat Gestaltung einen Bildungsauftrag?

Nein.

Weshalb ist Design so unpolitisch geworden?

Wirtschaftlicher Druck!

Muss Design demokratisch sein?

Alles sollte demokratisch sein.

Ist sozialer Anspruch im Design unrealistisch?

Ja.

Ist Design eine eigene Sprache?

Im besten Fall:

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Konzept und Bearbeitung: Markus Frenzl

Ausgabe: 01/2013 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Kolumne_Designerglück

Learning from Dschungelcamp

Design findet in den Publikumsmedien meist auf den Lifestyleseiten statt. Dabei gilt selbst das Dschungelcamp dem Feuilleton als Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Konsequenz fürs Design kann deshalb nur lauten: Mehr Trash wagen!

Wir Designer wollen wissen, wofür sich die breite Masse begeistert, was die Menschen bewegt und worüber sie in der Kantine oder am Fließband sprechen. Deshalb müssen wir selbstverständlich das „Dschungelcamp" gucken, den „Bachelor" oder „Bauer sucht Frau" – natürlich nur aus Konträrfaszination heraus und einzig und allein, um daraus wertvolle Erkenntnisse über unsere Zielgruppe zu gewinnen und soziokulturelle Thesen abzuleiten. Selbst der

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Autor: Markus Frenzl

Sarah Illenberger wurde 1976 in München geboren und studierte am Londoner Chelsea College und am Central Saint Martins College of Art and Design. Seit ihrem Studium ist sie als Illustratorin, Art Direktorin und Set Designerin tätig. 2007 gründete sie ihr Studio in Berlin. Bekannt wurde sie durch ihre hintersinnigen, witzigen und oft in handwerklicher Arbeit statt am Computer hergestellten dreidimensionalen Illustrationen, Objektfotografien und visuellen Konzepte – etwa eine Melonenwolke, aus der es Kerne regnet, oder Türklinken, die ein Saurierskelett bilden. Zu ihren Kunden zählen die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Vanity Fair, Neon, Time Magazine oder FSB. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Lead Awards und Auszeichnungen des ADC. 2010–2011 war sie als Gastprofessorin an der UdK Berlin tätig. 2011 erschien im Gestalten Verlag ein Buch über ihre Arbeiten.

www.sarahillenberger.com
Illustration: www.grellgelb.de
Illustration: www.grellgelb.de



Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

It's the design, stupid!

Noch hat es nicht jeder bemerkt: Das Berufsbild des Designers wandelt sich. Er wird zum Innovationstreiber – für Investitionsgüter etwa, aber auch für sich selbst.

Tolles Design", sagte der Auftraggeber. „Wenn Sie dafür Geld übrig haben, können wir gleich einmal über einen Preisnachlass sprechen." – Die Äußerung ist nicht erfunden! Sie fiel bei Verhandlungen zwischen einem großen deutschen Transportunternehmen und einem der erfolgreichsten Lokomotivenhersteller Europas. Vor genau fünf Jahren war sie im design report zu lesen. Das Frappierendste dabei: Das Lob der Gestaltung war nicht einmal ironisch

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Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner
Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner



Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Zur Person

Steffen Kehrle studierte Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst Wien u. a. bei Ross Lovegrove und Hartmut Esslinger. Bevor er sich 2009 selbstständig machte, arbeitete er bei Stefan Diez und war für zahlreiche Produktentwicklungen mitverantwortlich. Mit seinem „Atelier Steffen Kehrle" ist er im Produkt-, Ausstellungs- und Interiordesign tätig, etwa für Muji, die Pinakothek der Moderne oder Puma. Kehrle unterrichtet an der

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Foto: Julian Baumann
Foto: Julian Baumann



Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Fragebogen_Steffen Kehrle

„Design ist Esperanto."

Der design report adaptiert den berühmten Proust’schen Fragebogen und bittet Persönlichkeiten aus der Designwelt um ihre Antworten.

Über Design

1. Kann Design die Welt verändern?

Hat es doch, oder?

2. Welcher Designentwurf hat die Welt verändert?

Das Auto.

3. Hat Gestaltung einen Bildungsauftrag?

Auf jeden Fall.

4. Braucht Design Theorie?

Aber hallo!

5. Weshalb ist Design so unpolitisch geworden?

Weil die Gesellschaft unpolitisch geworden ist.

6. Muss Design demokratisch sein?

Überhaupt

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Konzept und Bearbeitung: Markus Frenzl


Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Kolumne_Designerglück

Jetzt in der limitierten Weltuntergangs-Edition!

Das Ende der Welt steht unmittelbar bevor. Die Zeichen für die Apokalypse sind unübersehbar. Denn kurz vor dem Untergang singt die Produktkultur ihr schönstes Lied.

Um es mit den Worten von Peter Lustig zu sagen: Ihr seid ja immer noch da! Dann lesen Sie diese Kolumne wohl noch vor dem 21. Dezember. Denn wie wir von den Maya, den Hopi-Indianern, von Nostradamus, Roland Emmerich und noch irgendwelchen anderen ausgestorbenen Leuten wissen, steht dieses Jahr kurz vor Weihnachten auch noch der Weltuntergang an. Zwar wollen uns Wissenschaftler weismachen, dass das vielleicht doch nicht so ganz hinhauen wird,

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Autor: Markus Frenzl

Illustration: Katja Gloggengießer
Illustration: Katja Gloggengießer



Ausgabe: 05/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Anderer Ansatz – neue Chancen?

Stuttgart: Landeshauptstadt, Metropole mit ungeheurer Kaufkraft – hier wird das höchste deutsche Durchschnittseinkommen erzielt. Und der design report wird am Rande dieses Wirtschaftswunderzentrums produziert. Naheliegend, dass auch hier 2006 ein Stilwerk-„Designkaufhaus" eröffnet wurde – das vierte seiner Art. Doch dieser Tage schließen die letzten Läden in ihrer 1A-Innenstadtlage und machen den üblichen Fußgängerzonen-Filialisten Platz. Warum

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Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner
Lars Quadejacob, ChefredakteurFoto: Andreas Körner



Ausgabe: 05/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

FRAGEBOGEN_Christian Haas

Urbedürfnisse

Der design report adaptiert den berühmten Proust’schen Fragebogen und bittet Persönlichkeiten aus der Designwelt um ihre Antworten.

1. Von welchem Gegenstand in Ihrem Besitz würden Sie sich niemals trennen?

Von einer Plastikschale aus Japan, die mich an mein Praktikum in Nagoya erinnert.

2. Was steht auf Ihrem Schreibtisch?

Frische Blumen, ein Feuerzeug in Form einer alten Münze, ein Steinkopf als Briefbeschwerer und jede Menge billige Kugelschreiber.

3. Welcher Designentwurf hat die Welt verändert?

Der Bikini.

4. Welche

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Konzept und Bearbeitung: Markus Frenzl


Ausgabe: 05/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

zur Person

Christian Haas wurde 1974 geboren. Er studierte Industriedesign in München und eröffnete dort im Jahr 2000 sein erstes Büro, 2007 ein zweites in Paris, wo er heute vorwiegend lebt und arbeitet. Haas ist bekannt für seine feinsinnigen und gleichzeitig spielerischen Entwürfe für traditionsreiche Porzellan- und Glashersteller wie Bauscher, Nachtmann, Rosenthal, Spiegelau, Theresienthal oder Villeroy & Boch. Er entwirft aber auch Möbel und Leuchten

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Foto:Julia Champeau
Foto:Julia Champeau



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