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Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

report_Spiegel-Kantine

Im Spiegelkabinett

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) präsentiert seine Design-sammlung in neuer Form. Highlight ist dabei ein originales Interieur-Ensemble: die legendäre, 1968 von Verner Panton entworfene Kantine des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel".

„Hier möchte ich Leute auch tanzen sehen", sagt Sabine Schulze, Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe. Kein Wunder: Das fröhlich bunte Ambiente des Raums stimmt augenblicklich heiter. Von oben bis unten bestehen die Wände aus orangen Leuchtelementen, den Boden bedeckt ein großgemusterter Teppich in verschiedenen Tönen von Orange bis Braun, die Decken sind mit pyramidenförmigen, unterschiedlich langen Elementen abgehängt – als wäre eine

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Autor: Kai-Uwe Scholz
Gerasterte Spätmoderne außen, Pop-Interieur innen: Das Hamburger Spiegel-Hochhaus von Werner Kallmorgen ...Hamburgisches Architekturarchiv, Fotograf: Christian Spindler
Gerasterte Spätmoderne außen, Pop-Interieur innen: Das Hamburger Spiegel-Hochhaus von Werner Kallmorgen ...Hamburgisches Architekturarchiv, Fotograf: Christian Spindler



Ausgabe: 06/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Zur geschichtlichen Bedeutung der Spiegel-Kantine

Kräftige Farben, geometrische Formen – Verner Pantons Raumkunst

Als der Architekt und Designer Verner Panton 1968 den Auftrag zur Ausge-staltung des „Spiegel"-Verlagsgebäudes erhielt, befand er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere: Erst ein Jahr zuvor war sein berühmter Kunststoff-Freischwinger („Panton-Stuhl") in Serienproduktion gegangen und hatte den in Basel lebenden Dänen weltweit bekannt gemacht. Was er dann innerhalb eines Jahres in Hamburg umsetzte, darf als die formal radikalste und

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Verner Panton (1926–1998)          Foto: Verner Panton Design, Basel
Verner Panton (1926–1998) Foto: Verner Panton Design, Basel



Ausgabe: 05/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Report_Interview

Grenzen überschreiten

Der Hersteller Koziol, früher zuweilen unterschätzt, räumt inzwischen hochkarätige Auszeichnungen ab: Neben einem Preis für Unternehmensstrategien gab es jüngst etwa den iF design award für den Papierkorb „Bababin" und den red dot für den Kaffeebereiter „unplugged". Kai-Uwe Scholz sprach mit Stephan Koziol über das Geheimnis des Erfolgs.

Am schönsten ist es bei Koziol in den Arbeitsräumen der Designer. Dass der Firmensitz im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen" 2006 zum „Ausgewählten Ort" avancierte, glaubt man gern. Tische und Regale sind voll mit Materialien, Design-Vorstudien aus Papier und Plastik, Projekten in vorgerückten Entwurfsstadien und vor der Fertigung stehenden, gleichwohl noch geheimen Produkten. Außer Designern sind bei Koziol in Erbach im

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Filterform als Archetyp: Kaffeebereiter „unplugged
Filterform als Archetyp: Kaffeebereiter „unplugged".



Ausgabe: 04/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Jenseits der Ikone

Savoy-Vase, Teema-Geschirr, Marimekko-Textilien – die Dauerbrenner finnischen Designs hat man sofort vor Augen. Jetzt präsentiert sich Helsinki als „Welthauptstadt des Designs 2012". Der Blick in den „Design District" der finnischen Kapitale zeigt eine bunte Szene.

„Good things always get finished in the last moment", sagt Jukka Savolainen, Direktor des Designmuseums in Helsinki. Während des Interviews dringen wuchtige Hammerschläge und das Kreischen von Sägen durchs Fenster: Am Abend soll der Designpavillon, ein ephemeres Bauwerk auf einer Freifläche zwischen Architektur- und Designmuseum, eröffnet werden – und noch sieht es dort aus wie auf einer Baustelle. Doch Punkt 18 Uhr knallen die Korken, Musik

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Autor: Kai-Uwe Scholz
Ein Streifzug durch Helsinki: Vom Design-pavillon von Pyry Kantonen (links) geht‘s auf in den lebhaften Design-District
Ein Streifzug durch Helsinki: Vom Design-pavillon von Pyry Kantonen (links) geht‘s auf in den lebhaften Design-District



Ausgabe: 04/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

„Zentrum der Kreativität"

Alle zwei Jahre wird der Titel „Welthauptstadt des Designs" verliehen. Für das Jahr 2012 rief das International Council of Societies of Industrial Design (ICSID) die finnische Hauptstadt Helsinki als „World Design Capital" (WDC 2012) aus. Der design report sprach mit Jukka Savolainen, Direktor des finnischen Designmuseums, über Vergangenheit und Zukunft des Designstandorts.

design report: Herr Savolainen, nach dem italienischen Turin und dem südkoreanischen Seoul ist nun Helsinki „World Design Capital". Trägt die finnische Hauptstadt den Titel zu Recht?

Jukka Savolainen: Auf jeden Fall! Helsinki ist bereits lange ein Kraftzentrum der Kreativität.

War das bei den vorhergehenden „World Design Capitals" nicht der Fall?

Das würde ich so nicht sagen; aber das WDC-Konzept entwickelt sich ja

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Interview: Kai-Uwe Scholz




Ausgabe: 04/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Orts- und Richtungswechsel

25 Jahre design report: Das sind mehrfache Ortswechsel, das sind immer wieder neue Entscheidungen, wie und welche Designinhalte vermittelt werden sollen, das sind aber auch viele kleine Begebenheiten und Erinnerungen. Jörg Stürzebecher, der Zeitschrift seit 1987 verbunden, erzählt seine persönliche design report-Geschichte.

Ja, es stimmt: Zwar feiert der design report in diesem Sommer sein 25-jähriges Bestehen, aber es gab schon vorher ein Periodikum gleichen Namens. Seit 1975 – es ist die hohe Zeit auch anderer Reporte, etwa über Schulmädchen oder Hausfrauen, aber auch über die „Grenzen des Wachstums" – erschienen die „Informationen + Meinungen aus dem Bereich des Rates für Formgebung", wie es etwas antiquiert im Untertitel einer Zusammenstellung von einseitig

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1972-1984: Ein gehefteter Infoservice war Vorläufer
1972-1984: Ein gehefteter Infoservice war Vorläufer



Ausgabe: 03/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Wettbewerbe/Events

design report award 2012

Eine Serbin, ein Chinese, ein Deutscher: Das multinationale, in China ansässige Team Pinwu gewann mit seinem fulminanten Projekt „From Yuhang" den diesjährigen design report award. Je eine Special Mention ging an Jonas Forsman, das Designerduo Akka und das Studio Vit. Ermittelt wurden die Preisträger von einer international besetzten Fachjury unter den Teilnehmern des Salone Satellite, dem Nachwuchsforum der Mailänder Möbelmesse.

Steve Jobs gab die Parole aus. Das Konterfei des verstorbenen Apple-Chefs prangte auf einer Wand im Mittelgang des Ausstellungsareals; daneben in großen Lettern sein berühmter Ausspruch „Stay young, stay foolish!" Wäre das denn nötig gewesen? Ausgerechnet auf dem Weltjugendtag der Formverliebten, dem Salone Satellite, wo vom 17. bis zum 22. April einmal mehr rund 200 Designtalente aus aller Welt ihre Arbeiten präsentierten? Aber vielleicht

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Ausgabe: 03/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Geschichte/Theorie

Wer braucht ein Deutsches Design Museum?

Im vergangenen Jahr rief der Rat für Formgebung die Stiftung Deutsches Designmuseum ins Leben – und zugleich zum Nachdenken über Aufgaben, Ziele und Möglichkeiten eines solchen Museums auf. Eine Stellungnahme von Siegried Gronert.

Es gibt Ereignisse, die in der Folge ihrer medialen Beachtung recht eigenwillige Wege gehen, sozusagen unvorhergesehene Anschlüsse finden. Seit Juli 2011 beschäftigt der Frankfurter Rat für Formgebung die deutsche Designszene mit der Frage, ob wir ein deutsches Designmuseum brauchen. So innovativ und provozierend die Initiative auf den ersten Blick erscheint, so musste von Anfang an irritieren, dass die vom Rat auf großformatigen

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Ausgabe: 03/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Wettbewerbe/Events

Mehr als Readymade

Erst seit den 1970er Jahren kann man in Israel Industriedesign studieren. Die Nachfrage der nationalen Wirtschaft blieb eher zurückhaltend. Dennoch hat in dem kleinen aber innovationsfreudigen Land eine vielseitige Designszene Fuß gefasst. Madeleine Cordier hat ein Semester lang an der Bezalel Akademie in Jerusalem studiert und sich für uns umgesehen.

Es ist in Israel üblich, dass kulturelle Institutionen zu einem großen Teil privat finanziert werden, was sich nicht selten in der Namensgebung niederschlägt. Das „Herta and Paul Amir Building", Neuanbau des Tel Aviv Museum of Art – benannt nach seinen Geldgebern –, hat seit November 2011 auch eine Ausstellungsfläche für Design. Anlässlich der Eröffnung wurde die Installation „Running in Circles" von Yaacov Kaufman gezeigt. Ich treffe ihn in

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Kubistische Souvenirs für das Tel Aviv Museum of Art, entworfen vom Kollektiv Four'n'Five Designgroup
Kubistische Souvenirs für das Tel Aviv Museum of Art, entworfen vom Kollektiv Four'n'Five Designgroup



Ausgabe: 02/2012 | E-Paper »  PDF »  Druckansicht »  

Personalien

Älter, aber besser

Dieter Rams zum 80. Geburtstag - zur gewandelten Wahrnehmung des fabelhaften Mr. Braun

Natürlich haben wir alle die dicken Bücher im Regal, die in den letzten Jahren zu seinem Werk erschienen sind. Wir wissen, dass er nicht an der HfG Ulm war, sondern in Wiesbaden Architektur studiert hat, dass er 1955 zu Braun kam und dort nach einigen Jahren Leiter der Abteilung Formgestaltung wurde. Wir wissen, mit wem er dort die ikonischen Entwürfe entwickelte, die heute gerne als „zeitlos" bezeichnet werden. Wir wissen, dass die Räume

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1996 dokumentierte Jo Klatt das klösterlich karge Arbeitszimmer von Dieter Rams an der HFBK in Hamburg – nun soll es im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe wiederauferstehen.Fotos:Jo Klatt
1996 dokumentierte Jo Klatt das klösterlich karge Arbeitszimmer von Dieter Rams an der HFBK in Hamburg – nun soll es im dortigen Museum für Kunst und Gewerbe wiederauferstehen.Fotos:Jo Klatt



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